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Cake day: July 22nd, 2024

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  • Es soll kurz und plakativ sein, ist geschenkt. Aber: die Zahlen an sich bedeuten nicht viel. Der zitierte Artikel gibt schon etwas mehr:

    Zuerst die schlechte Nachricht: Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) sterben in Deutschland pro Jahr über 100 000 Vögel durch Kollision mit den Rotoren von Windrädern. Darunter sind etwa 12 000 Mäusebussarde und 1500 Rotmilane. So weit, so schlimm! Bezogen auf die Geamtzahl der zivilisationsbedingten Vogelopfer stellen diese Zahlen allerdings eine Restgröße dar.

    Allein durch den Aufprall auf Fensterscheiben sterben in Deutschland nach den Hochrechnungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten über 100 Millionen Vögel.

    Das Problem an der Geschichte: Der Rotmilan wird weder der Vogel sein, der von Katzen bejagt wird und er wird auch nicht häufig in Scheiben reinfliegen. Schnappt man sich noch etwas mehr Kontext:

    Insgesamt geht man von einer Gesamtpopulation von 25.200 - 33.400 Brutpaaren aus. In Deutschland brüten 14.000 -16.000 Paare, damit beträgt der deutsche Anteil an der Weltpopulation über 50 %, was bei keiner anderen Vogelart vorkommt. https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/rotmilan-land-zum-leben

    Gleiche Zahlen auch hier:

    https://www.dvl.org/fileadmin/user_upload/Publikationen/Fachpublikationen/Titelbilder/Proyekt-Broschuere-Rotmilan-Land-zum-Leben_2019_A5.pdf

    Sprich: 5 % der Rotmilan-Population fallen jährlich Windkraftwerken zum Opfer. Das ist nicht unbedingt vernachlässigbar.

    Heißt aber auch nur, dass man sowas bei der Planung von Anlagen berücksichtigen muss, um die Verluste zu minimieren.





  • Es ist April, und viele Felder in Brandenburg zeigen ein ungewohntes Bild: helle, graue Flächen, ungleichmäßig wachsende Pflanzen, vom Wind verwehte trockene Erde.

    Fast so als wären riesige ungeschützte und brache Flächen nicht mehr geeignet für das Klima was wir haben.

    Gegen die Idee, Flusswasser zu entnehmen, spreche aber auch, dass viel Wasser entzogen würde und die Umsetzung würde ein großes Infrastrukturprojekt. Und: “In der ganzen Welt sind Wasserumleitungen politisch ein heißes Eisen. Das ist bei uns nicht anders.”

    Die Antwort sollte halt auch nicht sein, dass wir Flüsse auf unsere Felder verteilen, sondern nachhaltige Landwirtschaft. Eine Rückumformung zur Kulturlandschaft, die Erosion vermeidet, Schatten spendet und somit auch Wasser länger hält, Hecken statt brache, platte Agrarwüste. Ein Umdenken bei den Praktiken in der Landwirtschaft und echter Bodenschutz, eine Wiederanreicherung von Humus, statt Dünger, Pestizide und tiefes Pflügen. So wird man eher fit für die Zukunft und tut gleichzeitig noch was fürs Klima und die Natur.

    Schade, dass der Artikel diese Felder unangetastet lässt.


  • Das Innenministerium soll per Verordnung festlegen, von welchen Vorschriften die Modellregion “ganz oder teilweise freigestellt” wird.

    Was ja schon wieder irgendwo Unsinn ist, weil den Bedarf und das Wissen hat ja nicht das Ministerium sondern die Kommune.

    Erproben könnte man Sing zufolge beispielsweise mehr Möglichkeiten für Kommunen bei Tempo-30-Zonen, der Parkraumbewirtschaftung und alternativen Verkehrskonzepten.

    Das sind wahrscheinlich alles drei Themen, bei denen im Ministerium festgestellt wird, dass das dringend nicht unter die Entbürokratisierung fallen darf. Scheint mir etwas naiv der Herr.










  • Irgendwo gut für sie und besser als gerade in solchen Städten Wohnraum leer zu lassen. Aber insbesondere im privaten Bereich sehe ich das auch echt kritisch: Logis gegen Renovierungsarbeit und wenn’s gut genug ausschaut schnell rausschmeißen und teuer weitervermieten. Man sollte für die Arbeit, die man in solche Immobilien steckt, mindestens irgendwelche Garantien zur Nutzungsdauer bekommen. 5-15 Jahre ist hier schon eine wilde Spanne. Entweder reicht’s für die Studienzeit oder halt nicht.