Explizite Gewaltaufrufe, Hamas-Verherrlichung u.Ä. gehen gar nicht, aber andererseits klagen in Studien aus Nordamerika vor allem diejenigen Juden über Diskriminierung, die anti-palästinensisch eingestellt sind. Frage mich, wie die im Artikel genannten Zahlen aussehen würden, wenn man sie danach aufschlüsselt.
Genau wegen solchen Fragen fand ich den Artikel spannend. Im Gegensatz zu bspw einer Polizeipresseerklärung wo nur drinsteht “Person wurde antisemitisch angegriffen”, wird hier den betroffenen Personen Raum gegeben um ihre Erfahrungen und sowie deren Auswirkungen ausführlich zu teilen. Das finde ich richtig gut, weil ich den Menschen vielleicht ideologisch widersprechen würde, aber ihnen gleichzeitig auch für ihre Offenheit danken möchte und ich auch irgendwie das Gefühl habe, sie sind ebenfalls glaubhaft an einem gerechten und friedlichen Zusammenleben in Palästina interessiert.
Der Artikel hat es ja vermieden, etwas zu ihren politischen Positionen zu schreiben (für die Perspektive: Dass Palästinenser einen eigenen Staat haben sollten, ist in der israelischen Parteienlandschaft eine absolute Nieschenposition). Besonders den Debatten-Typ kann ich mir gut als rechtsextremen Debate-Bro vorstellen.
Ahja stimmt, ich habe diesen Artikel hier zuerst (Wahl in Israel „Wir können keine einzige Stimme verschwenden“) gelesen und danach dann den hier geposteten und das dann im Kopf ein bisschen vermischt, weil es teilweise um dieselbe Person ging.
rechtsextremen Debate-Bro
Also ja vorstellbar, meine Hoffnung wäre aber, dass die Taz da gut genug vorfiltert.
Ah, cool. Zumindest Dawidowicz ist dann wohl tatsächlich recht stabil.
Danke für den Artikel. In meinem Umfeld hab ich keine jüdischen Menschen, deshalb ist das für mich eher abstrakt, wenn es heißt Antisemitismus steigt wieder. Hier sieht man dann auch, was es konkret für die Menschen bedeutet.
In Israel habe er sich politisch stark links engagiert[…] Obwohl er seinen israelischen Pass für die deutsche Staatsbürgerschaft nicht abgeben müsste, betont er, dass er ihn auf jeden Fall behalten wolle. „Falls es hier zu schlimm wird, möchte ich zurückkehren können.“
Ist ja schon sehr paradox, dass durch die “pro-palastiner” eine Stimmung entsteht, dass Juden das Gefühl haben, nach Israel zu gehen, um sicher zu sein. Eigentlich sollte denen doch etwas daran gelegen sein, dass sich jüdische Menschen überfall so sicher fühlen, dass Israel obsolet wird.


