In Halle wird an die Opfer des rechtsextremen und antisemitischen Anschlags von 2019 erinnert. Mit Gedenkveranstaltungen und einer Schweigeminute gedenkt die Stadt am Freitag der beiden Todesopfer Jana L. und Kevin S. sowie der Verletzten. Jüdische Studenten versperrten dem neuen AfD-Landtagsvizepräsidenten Hans-Thomas Tillschneider den Weg in die Synagoge.

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Bereits am Donnerstagabend kamen etwa 230 Menschen zu einer ersten Gedenkveranstaltung am ehemaligen Döner-Imbiss in der Innenstadt zusammen. Dort war eines der beiden Todesopfer, Kevin S., erschossen worden.

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Auch an Jana L. wurde erinnert. Sie wurde damals vor der Synagoge erschossen. Der Frauenchor “Missklang”, in dem sie Mitglied war, sang am Gedenkort in der Ludwig-Wucherer-Straße Lieder, die das Opfer gern gesungen hat. Chorleiterin Viola Rieck nahm wie in den vergangenen Jahren an der Veranstaltung teil.

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Im weiteren Tagesverlauf werden an den Anschlagsorten Blumen und Kränze niedergelegt. Vor der Synagoge ist für Mittag eine Gedenkveranstaltung geplant. Eine zentrale Gedenkfeier auf dem Marktplatz beginnt um 17 Uhr.

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An der Gedenkveranstaltung in der Synagoge in Halle wollte auch der neu gewählte Landtagsvizepräsident Hans-Thomas Tillschneider von der AfD teilnehmen. Jüdische Studenten versperrten ihm jedoch mit den Worten “Wir lassen unser Gedenken nicht kapern” den Weg.

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Am 9. Oktober 2019 hatte ein Rechtsextremist am jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in die Synagoge von Halle einzudringen. Als ihm das nicht gelang, erschoss er zwei Menschen und verletzte weitere. Der Täter wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.