Menschen mit Behinderung haben es am Arbeitsmarkt schwer. Viele arbeiten in Werkstätten und verdienen dort deutlich weniger als Mindestlohn. Eine Mutter will das nicht mehr hinnehmen. Von Klara Jakubzik.
Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden sind gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Im Jahr 2024 verstießen fast zwei Drittel der Unternehmen gegen diese Vorgabe, wie das aktuelle Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes zeigt.
Der Betrag für den man sich als Unternehmen davon freikaufen kann ist auch lächerlich niedrig. Hab vor ein - zwei Jahren oder so mal gesehen was das bei einem kleinen Unternehmen (also knapp über der Pflichtgrenze) pro nicht eingestelltem Schwerbehinderten im Jahr kostet und dachte auch nur so “alter, das zahl ich für eine Stelle als Privatperson ja fast aus der Portokasse”…
Die Schuld seh ich da definitiv nicht bei den Unternehmen, die Vermeidung wird denen ja so bequem wie möglich gemacht. Ich kritisiere, dass die Vermeidung so bequem ist. Wenn eine Privatperson sich diesen Strafbetrag relativ locker leisten kann, dann taugt der Strafbetrag nichts um das Ziel zu erreichen. Unternehmen für die das überhaupt relevant werden könnte haben idR ja mehr Geld zur Verfügung als eine Privatperson.
Das Ganze ist definitiv politisch gewollt und mMn ein absolutes Unding.
Ich denke wir sehen das tatsächlich gleich. Vielleicht anders formuliert, aber einig sind wir uns da. Da muss auf jeden Fall die Politik ran und zwar richtig und nicht mit so einer “Lösung” die eigentlich gar keine ist.
Du liegst falsch, sie dürfen die Strafzahlung sogar noch von der Steuer absetzen. Solange wir von Mr. Burns regiert werden wird sich daran auch bestimmt nix ändern.
Der Betrag für den man sich als Unternehmen davon freikaufen kann ist auch lächerlich niedrig. Hab vor ein - zwei Jahren oder so mal gesehen was das bei einem kleinen Unternehmen (also knapp über der Pflichtgrenze) pro nicht eingestelltem Schwerbehinderten im Jahr kostet und dachte auch nur so “alter, das zahl ich für eine Stelle als Privatperson ja fast aus der Portokasse”…
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Die Schuld seh ich da definitiv nicht bei den Unternehmen, die Vermeidung wird denen ja so bequem wie möglich gemacht. Ich kritisiere, dass die Vermeidung so bequem ist. Wenn eine Privatperson sich diesen Strafbetrag relativ locker leisten kann, dann taugt der Strafbetrag nichts um das Ziel zu erreichen. Unternehmen für die das überhaupt relevant werden könnte haben idR ja mehr Geld zur Verfügung als eine Privatperson.
Das Ganze ist definitiv politisch gewollt und mMn ein absolutes Unding.
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Ich denke wir sehen das tatsächlich gleich. Vielleicht anders formuliert, aber einig sind wir uns da. Da muss auf jeden Fall die Politik ran und zwar richtig und nicht mit so einer “Lösung” die eigentlich gar keine ist.
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Wie viel ist das denn? Jahresgehalt dieser Mini-Mindestlohn oder gilt die geringere Grenze dafür nur in Werkstätten?
Siehe hier für die Zahlen: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__160.html
Also aktuell max. 720EUR pro Jahr pro trotz Pflicht nicht eingestelltem Schwerbehinderten.
Du liegst falsch, sie dürfen die Strafzahlung sogar noch von der Steuer absetzen. Solange wir von Mr. Burns regiert werden wird sich daran auch bestimmt nix ändern.
Wie kann ich mit etwas falsch liegen, zu dem ich keine Aussage gemacht habe?
Der Betrag ist nicht nur niedrig, er ist effektiv 0!