Vorab ich finde die Situation natürlich traurig und wünsche dem gestrandeten Wal selbstverständlich ein positives Ende.
Ich finde, dass der zu oft berichtet wird und finde es übertrieben, dass es sogar Livestreams und Liveticker gibt.
Einerseits finde ich es schon gut, dass Mitmenschen über das Wohl eines Tieres Gedanken machen und vielleicht in Zukunft etwas mehr für die Wale tun, indem sie weniger Fisch konsumieren, damit weniger Geisternetze von den Fischerboote rumschwirren, oder dass die Leute Geld in Tierschutzprojekte spenden, oder Petitionen unterzeichnen usw…
Gleichzeitig passiert tagtäglich dauernd vermeidbaren Tierleid. Massentierhaltung, Qualzucht bei Haustieren, Zoos. Details erspare ich mal an der Stelle.
Das kommt in den Medien und Sozialen Medien weniger, obwohl das in meinen Augen auch Aufmerksamkeit verdient hätte.


Wir Menschen wissen, dass wir Menschen schlecht sind. Und alles kaputt machen. Und jetzt wollen wir halt 1x was richtig machen. Bzw unsere Fehler gerade biegen. Deshalb interessiert es jeden… Und wenn es viele interessiert gibt’s halt nen Livestream. Wie bei dem einen Schornstein in Vatikanstadt alle paar Jahre.
Hätte man im Nachhinein davon erfahren oder wär er in der ersten Nacht gestorben, dann hätte es am nächsten Tag schon niemanden mehr interessiert.
Ist die Aufmerksamkeit im Hinblick auf anderes Leid fair? Nein, aber wir wollen diesen Wal halt zurück ins Meer schieben. Vielleicht steht er für alles, was (wegen uns) in den letzten Jahrzehnten so schief gelaufen ist. Ganz ehrlich, der Wal ist doch jetzt schon nicht mehr zu retten. Und alle wissen es. Vielleicht öffnet das ganze ein paar Augen.
UND JETZT NOCHMAL MIT GANZER KRAFT: SCHIEBT.DEN.SCHEISS.WAL.ZURÜCK.INS.MEER!
Schieb den Wal zurück ins Meer!