

Der Mietendeckel hat auch gar nicht den Anspruch, etwas gegen den Wohnungsmangel zu tun. Ich versteh gar nicht, warum das immer als Argument gebracht wird. Das sind zwei ganz unterschiedliche Probleme.
Die hohen Bestandsmieten werden durch Neubau nicht niedriger. Da müsste man schon Millionen Wohnungen bauen und sich einen erheblichen Leerstand leisten, damit der Markt das regelt. Solange sich jemand findet, der sich 20 Euro pro Quadratmeter gerade so eben leisten kann, gibt es keinen Grund, günstigere Wohnungen anzubieten. Und in Berlin ist die Nachfrage nunmal sehr groß.


Das liegt aber an der Umsetzung des Mietendeckels. Man könnte zum Beispiel sagen, dass der Mietendeckel auch bei Neubauten gilt, oder dass bei einem Umzug innerhalb der Stadt die Miete nur um wenige Prozent pro Quadratmeter steigen darf.
Aber letztendlich wird es keine Lösung geben, solange Vermietung widersprüchliche Ziele hat: Einerseits will man billigen Wohnraum, andererseits will man, dass Vermieter ordentlich Profit machen können. Das wird man nie wirklich unter einen Hut kriegen können.